Veranstaltungen/Nachrichten


„Gemeinsam Denkmale erhalten“
Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September 2016, 9.00 bis 18.00 Uhr

Am 11. September findet der jährlich von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit ausgetragene „Tag des offenen Denkmals“ statt. Das diesjährige Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ bietet Anlass, sich insbesondere über das umfangreiche und vielschichtige ehrenamtliche Engagement von Unterstützerinnen und Unterstützern der Gedenkstätte Lager Sandbostel zu informieren, seien es ganz praktische Sanierungs-, Aufräum- und Pflegearbeiten oder die gedenkstättenpädagogische Vermittlung und die Ausstellungsbetreuung. Ohne die Kombination von ehrenamtlichen Engagement und hauptamtlicher Tätigkeit wäre die Gedenkstätte Lager Sandbostel kaum denkbar.
Am Tag des offenen Denkmals können zahlreiche sonst nicht zugängliche historische Gebäude in der Gedenkstätte besichtigt werden. Dadurch kann auch „hinter die Kulissen“ der Gedenkstätte geblickt werden. In Rundgängen und Kurzvorträgen wird die Geschichte des Stalag X B, die Nachnutzung und die Entstehung der Gedenkstätte am historischen Ort dargestellt und werden Einblicke in die ehrenamtliche Arbeit gegeben.

Einladung der Gedenkstätte Sandbostel zum Tag des offenen Denkmals

Die Lagerbibliotheken im Kriegsgefangenenlager (Stalag) X B Sandbostel

Vortrag von Catrin Gold (Landschaftsverband Stade) und Andreas Ehresmann (Gedenkstätte Lager Sandbostel)

Zeit: 20. September 2016, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Im Stalag X B gab es mehrere Bibliotheken, in denen sich Kriegsgefangene Bücher ausleihen konnten. Die Bibliotheken wurden von den Kriegsgefangenen selbst betrieben und waren den nationalen Gefangenengruppen zugeordnet; die Buchbestände kamen aus Hilfslieferungen. Insbesondere die französische Lagerbibliothek war mit bis zu 4.500 Büchern, einem Bibliothekar und einer provisorischen Buchbinderei relativ gut ausgestattet. Weitere Bibliotheken wie die polnische, die belgische und die serbische waren deutlich schlechter ausgestattet. Ein Wanderbibliothekswesen sorgte dafür, dass auch in Arbeitskommandos Bücher ausgeliehen werden konnten.
Die Bibliothekarin des Landschaftsverbands Stade, Catrin Gold und der Leiter der Gedenkstätte, Andreas Ehresmann, stellen in dem Vortrag die neuesten Forschungsergebnisse zum Bibliothekswesen im Stalag X B vor.

Exkursion zur Gedenkstätte Ahlem in Hannover

Sonntag, 28. August 2016, ca. 10.00 bis ca. 17.00 Uhr

Treffpunkt: Eingang der Mahn-und Gedenkstätte Ahlem, Beginn der Führung: 12.00 Uhr. Anreise in privaten PKW, individuelle Absprache.

2014 wurde in der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem die zentrale Gedenkstätte in der Region Hannover eröffnet. Die Dauerausstellung zeigt die verschiedenen Ebenen des historischen Ortes. Im ersten Obergeschoss der Ausstellung liegt der Fokus auf der Verfolgung und Ausgrenzung während des Nationalsozialismus in Ahlem. Das zweite Obergeschoss ist dem deutsch-jüdischen Leben in der Gartenbauschule gewidmet. Im integrierten Außengelände gibt es einen Gedenkbereich mit der „Wand der Namen". Hier sind über 3.000 Menschen mit ihren Lebensdaten verewigt, für die Ahlem eine Station in den Tod war oder die in Verantwortung der Gestapo-Außenstelle Ahlem ermordet wurden.

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V. Informationen und Anmeldung: mail[at]gedenkstaettenverein-sandbostel.de

Filmveranstaltung: "Sophie Scholl - Die letzten Tage"
(TV-Spielfilm, 2005, 116 Min. Regie: Marc Rothemund. Mit u.a.: Julia Jentsch, Alexander Held, Fabian Hinrichs)

Zeit: Donnerstag 23. August 2016, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Bei einer Flugblatt-Aktion im Februar 1943 wird die 21-jährige Studentin Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität verhaftet. Nervenaufreibende Verhöre bei der Gestapo entwickeln sich zu Psycho-Duellen zwischen der Widerstandskämpferin und dem Vernehmungsbeamten. Sophie Scholl kämpft zunächst um ihre Freiheit und um die ihres Bruders, stellt sich schließlich durch ihr Geständnis schützend vor die anderen Mitglieder der „Weißen Rose“ und schwört ihren Überzeugungen auch dann nicht ab, als sie dadurch ihr Leben retten könnte.

Eine Veranstaltung von Werner Kunz vom Heimatverein Gnarrenburg in Kooperation mit dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V. und der Gedenkstätte Lager Sandbostel

Vortrag:
Spiel auf Zeit. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung - Reportagen in Text und Bild

Vortrag von Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch
Dienstag 9. August 2016, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

An biografischen Beispielen ausgegrenzter NS-Verfolgter, die für unaufgearbeitete Verbrechen, für »offene Rechnungen« der Geschichte stehen, schildern die eindringlichen und mehrfach ausgezeichneten Reportagen der aus Gnarrenburg stammenden Journalistin Nina Schulz und der Hamburger Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch die teilweise bis heute andauernden Kämpfe von NS-Verfolgten um Anerkennung und Entschädigung und dokumentieren, wie die Überlebenden ihre Geschichte durch juristische und politische Arbeit vor dem Vergessen bewahren wollen. Zwei der Reportagen handeln von dem ehemaligen italienischen Militärinternierten Michele Montagano und von dem ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen Sergey Litvin, die beide im Stalag X B Sandbostel gefangen waren.

Presseberichterstattung zur Gedenkfeier des 75. Jahrestages des Überfalls der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 2016 auf der Kriegsgräberstätte in Sandbostel.

Artikel aus der Bremervörder Zeitung vom 26. Juni 2016...

Vortrag von Jens Binner Stiftung Niedersächsicher Gedenkstätten auf der Gedenkfeier

Gedenkfeier auf zum 75. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22.06.2015 auf der Kriegsgräberstätte Sandbostel.
17.00 Uhr Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung auf der „Kriegsgräberstätte Sandbostel“ (ehemaliger Lagerfriedhof)
Am 22. Juni 2016 jährt sich der deutsche Überfall auf die Sowjetunion zum fünfundsiebzigsten Mal. Die Stiftung Lager Sandbostel nimmt dieses Datum zum Anlass am Mittwoch, den 22. Juni um 17.00 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung auf dem ehemaligen Lagerfriedhof (heute „Kriegsgräberstätte Sandbostel“, Bevener Str., 27446 Sandbostel) an den Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion zu erinnern und den im Kriegsgefangenenlager Stalag X B gestorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen zu gedenken. Ablauf:
17.00 Uhr Beginn
Begrüßung Detlef Cordes (Stiftung Lager Sandbostel)
Rede Dr. Jens Binner (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten)
Kranzniederlegung
17.45 Uhr Ende

Die Geschichte der Friedhöfe für sowjetische Kriegsgefangene in Zeven und Hepstedt

Ein Vortrag von Ronald Sperling


Foto: Friedhof für sowjetische Kriegsgefangene in Zeven
Dienstag, 14. Juni 2016 19.00 Uhr

Ort: Gedenkstätte Lager Sandbostel (Seminarraum), Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Kriegsgräberstätten sind stumme Zeugen von lange zurückliegenden Ereignissen des Krieges. Sie verweisen stets auch auf eine regionale Geschichte, die aber häufig genug in der Öffentlichkeit nicht mehr präsent ist. So ist es auch mit den beiden Friedhöfen für sowjetische Kriegsgefangene in Hepstedt und Zeven. Die sowjetischen Kriegsgefangenen hatten allgemein die schlechtesten Lebensbedingungen unter den Kriegsgefangenen und die höchste Sterberate. Mehr als die Hälfte von ihnen starben in deutschem Gewahrsam und wurden in Massengräbern auf eigens angelegten „Russenfriedhöfen“, auf kleinen Grabstellen mitten im Wald oder am Rande von kommunalen Friedhöfen verscharrt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Friedhöfe mit den anonymen sowjetischen Kriegsgefangenen als Kriegsgräberstätten memoriert und damit in die große Erzählung des Zweiten Weltkriegs eingeordnet. Zunehmend geriet dadurch aber die lokale Geschichte in Vergessenheit. Erst Recherchen von zunächst zivilgesellschaftlich engagierten Einzelpersonen, später oftmals von neu gegründeten Geschichtsinitiativen begannen die konkreten lokalen Geschichten wieder in das Bewusstsein zu bringen.
Der wissenschaftliche Dokuentar Ronald Sperling hat sich seit vielen Jahren mit der Geschichte der Friedhöfe in Hepstedt und in Zeven auseinandergesetzt und wird seine Erkenntnisse in dem Vortrag präsentieren. Für den Friedhof in Zeven konnte Ronald Sperling beispielsweise mittlerweile 156 der 170 dort anonym bestatteten sowjetischen Kriegsgefangenen identifizieren. Seit 2013 werden in einem Projekt von Schülerinnen und Schülern die Namen und Lebensdaten der Toten auf Tonziegel graviert und an Betonstelen befestigt, die am Rande der Massengräber stehen.
Anhand von historischen Dokumenten wird Ronald Sperling die Entstehungsgeschichte der beiden Friedhöfe nachzeichnen. Er wird dabei versuchen auch die Lebensbedingungen in den zugehörigen Arbeitskommandos zu rekonstruieren. Als thematischer Rahmen wird in dem Vortrag der historische Kontext des Arbeitseinsatzes sowjetischer Kriegsgefangener im Nationalsozialismus sowie Aspekte der Erinnerungsgeschichte nach dem Krieg dargestellt.

Berichterstattung zum 71. Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenen und KZ-Auffanglagers Sandbostel durch die britische Armee.
Bremervörder Zeitung vom 30.04.2016....
Bremervörder Zeitung vom 02.05.2016...

Im folgenden dokumentieren wir die Reden von Gerd Meyer und Ruth Gröne, die sie auf der Gedenkveranstaltung am 29.04.2016 auf dem Friedhof gehalten haben.

Rede von Gerd Meyer vom 29.04.2016...

Rede von Ruth Gröne vom 29.04.2016...

Der Ortsrat in Bremervörde hat die Umbenennung der Dürerstraße
in die Joseph-Salomon-Straße bestätigt.


Berichterstattung der Bremervörder Zeitung zur Ortsratssitzung vom 23.04.2016
Artikel 1 und Bericht

Presseberichterstattung zur Jahreshauptversammlung des Gedenkstättenvereins
Zeitungsartikel aus der Bremervörder Zeitung ....hier

Gedenkveranstaltung zum 71. Jahrestag der Befreiung der Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge im Stalag X B Sandbostel


Am 29. April 1945 befreite die britische Armee in Sandbostel 14.000 Kriegsgefangenen und 6.000 KZ-Häftlinge. Insbesondere in dem Bereich in dem die KZ-Häftlinge untergebracht waren, fanden die britischen Soldaten zahlreiche unbestattete Leichnahme und apatisch umherirrende Menschen vor. Auch in den fünfeinhalb Jahren zuvor starben tausende Kriegsgefangene, vor allem aus der Sowjetunion. Die Kriegsgefangenen wurden ab 1941 auf dem Lagerfriedhof (der heutigen Kriegsgräberstätte Sandbostel), die KZ-Häftlinge zunächst auf dem Lagergelände selbst oder in der Nähe bestattet. Die Gräber wurden zwischen 1954 und 1956 exhumiert und auf dem Lagerfriedhof umgebettet.
Am 29. April jährt sich die Befreiung des Stalag X B zum 71 mal. Wir möchten Sie herzlich einladen an der Veranstaltung im Gedenken an die im Stalag X B verstorbenen Menschen teilzunehmen.

"Es bestehen vier Fußballmannschaften, aber es fehlt der Fußball."
Fußball im Kriegsgefangenenlager Sandbostel


Vortrag von Andreas Ehresmann (Leiter der Gedekstätte Lager Sandbostel)

5. April 2016, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel


Internationales Fußballspiel im Stalag X B Sandbostel















Gegen viele Vorgaben des internationalen Übereinkommens zum Schutz der Kriegsgefangenen, wie beispielsweise die Ernährung und Unterbringung wurde bei allen Gefangenengruppen systematisch von der Wehrmacht verstoßen. Umso mehr erstaunt, dass umfangreiche sportliche und kulturelle Betätigungen für fast alle Gefangenengruppen mit Ausnahme der sowjetischen Kriegsgefangenen gestattet waren. Unter vielen Sportarten, die im Stalag X B ausgeübt werden konnten, war Fußball die beliebteste. Es gab zwei Sportplätze und regelmäßig wurden Fußballspiele „Baracke gegen Baracke“, Nation gegen Nation“ oder „Lazarett gegen Lager“ durchgeführt.

Nachruf: Am letzten Dienstag (26.01.2016) ist Roger Cottyn verstorben, der als belgischer Soldat fünf Jahre im Kriegsgefangenenlager Sandbostel gefangen war.



Roger Cottyn 1920 - 2016, Foto: Rebecca Otten
Bereits kurz nach dem Krieg, als Roger Cottyn als belgischer Soldat in Deutschland stationiert war, besuchte er den Bauernhof in Nartum, auf dem er während seiner Gefangenschaft in einem Arbeitskommando eingesetzt war. Mit den Landwirten und deren Familien verband ihn zeit seines Lebens eine enge Freundschaft. Nach seiner Pensionierung zog Roger Cottyn mit seiner Ehefrau zunächst nach Süddeutschland und dann wegen des gesünderen Klimas nach Bad Segeberg. Nach dem Tod seiner Frau zog Roger Cottyn in ein Altenwohnheim in Rickling.

Der Gedenkstätte Lager Sandbostel war Roger Cottyn sehr verbunden und bei jedem Telefongespräch fragte er interessiert nach, was es Neues in Sandbostel gäbe. Vielen wird der rüstige, stets lebensfrohe und freundliche Roger Cottyn unvergesslich bleiben. Regelmäßig kam er zu den Gedenkveranstaltungen anlässlich der Befreiung des Stalag X B und zu den Internationalen Jugendworkcamps nach Sandbostel und berichtete eindrucksvoll von seinen Erlebnissen in deutscher Kriegsgefangenschaft. Aus seiner zunächst in der Zeitschrift seines Altenwohnheims publizierten Darstellung von Episoden seiner Gefangenschaft ist vor einigen Jahren die Autobiographie "Sechzig Monate in deutscher Kriegsgefangenschaft" entstanden. Bei seinen Berichten, Vorträgen und Gesprächen mit Jugendlichen war Roger Cottyn ein stetiger Mahner, der immer objektiv berichtet hat und dankbar war für die Menschen, die ihm während seiner Gefangenschaft geholfen haben. Gerade die vielen Gespräche mit Jugendlichen, die stets beeindruckt seinen Erzählungen aus der Kriegsgefangenschaft gefolgt sind, hat er sichtlich genossen – zuletzt bei einem Zeitzeugengespräch vor 50 Schülerinnen und Schülern in Zeven im April letzten Jahres.

Seit kurzem litt Roger Cottyn an einer schweren Organerkrankung, wegen der er Mitte Januar in Bad Segeberg operiert werden musste. Ich konnte Roger Cottyn nach seiner Entlassung noch einmal in Rickling besuchen. Bei diesem Besuch war er schon schwer gezeichnet von der Krankheit und den Operationen, aber er wollte trotzdem auch jetzt noch die neuesten Dinge aus der Gedenkstätte hören. Roger Cottyn wurde 95 Jahre alt.

Gerne möchte ich Roger Cottyn mit einem Auszug aus dem Epilog seiner Autobiographie noch einmal selbst zu Wort kommen lassen: "Die beste Therapie, um die gespeicherten Erlebnisse zu verarbeiten, ist diese aufzuschreiben. Was haben die verlorenen Jahre mir genommen oder gebracht? Die Periode hat mir ohne Zweifel meine Jugend genommen. Ganz brutal und ohne Übergang. Demgegenüber habe ich in der Zeit aber auch viel gelernt. Durch das Zusammenleben mit Menschen aus fremden Ländern, mit anderen Sprachen, anderen Religionen und Gebräuchen habe ich über das Fremde eine ganz neue Sichtweise erhalten. Dabei bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass für die Anderen auch ich ein Fremder war. Die physischen Schmerzen waren oft sehr quälend, jedoch der psychische Druck der Unfreiheit war meistens noch schwerer zu ertragen. Vergessen kann man dies alles nicht, aber nach so langer Zeit ist vieles verblasst. Und das ist auch gut so. Mit Respekt denke ich an Menschen zurück, die sich unter schwierigen Umständen für ihre Gefangenen einsetzten, die Menschlichkeit bewiesen." Die Gedenkstätte Lager Sandbostel verliert einen guten und treuen Freund.

Mit traurigen Grüßen verbleibe ich Ihr und Euer Andreas Ehresmann

Berichterstattung der Bremervörder Zeitung zum Schulbesuch eines Zeitzeugen


Ivar Butterfas hielt im Gymnasium Bremervörde einen Vortrag über seine Erfahrungen im Nationalsozialismus. Zum Artikel...

Johannes Schulze und die Kirche in der NS-Zeit

Vortrag von Dr. Thomas Kück (Superintendent des Ev.-luth. Kirchenkreis Stade)
26. Januar 2016, 19.00 Uhr, Seminarraum im Ausstellungsgebäude, Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Johannes Schulze war Superintendent in Bremervörde während der NS-Zeit. Er stand in Opposition zum damaligen Regime, was ihm immer wieder auch Gegner einbrachte. Von Anfang an war er dem Druck der NS-Anhänger ausgesetzt. Dennoch hielt Schulze beharrlich an seiner Haltung fest und übernahm sogar das Amt des Landesvorsitzenden der Bekenntnisgemeinschaft, also der Bekennenden Kirche in der Provinz Hannover. 1947 verließ er Bremervörde, um andere Aufgaben in Hannover zu übernehmen. Thomas Kück zeichnet in seinem Vortrag das Leben und die Dienstjahre von Johannes Schulze in Bremervörde nach. In dem Vortrag geht es um den christlichen Alltag und um die kirchliche Existenz unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur.

Berichterstattung der Bremervörder Zeitung und Artikel zum Vortrag von Klaus Volland:

„Es ist nicht ohne meine Arbeit, Kenntnis und große Ausgaben zur Hochkultur geworden.“ - Zur Geschichte der jüdischen Familie Salomon in Engeo und Bremervörde (1909 bis 1941) Der Vortrag wurde am 9. November 2015 in der Gedenkstätte Sandbostel gehalten.

zum Bericht der Bremervörder Zeitung










Bild: Vor der Bremervörder Volksschule im Jahre 1934: Das Schild mit der Aufschrift hält Hans-Heinrich Salomon






Download Artikel von Klaus Volland

Der Artikel ist erschienen im Bremervörder Jahrbuch 2015. (Zu beziehen über die Buchhandlung Morgenstern, Bremervörde, oder die Geschäftsstelle der Bremervörder Zeitung)

Vortrag

„Es ist nicht ohne meine Arbeit, Kenntnis und große Ausgaben zur Hochkultur geworden.“ - Zur Geschichte der jüdischen Familie Salomon in Engeo und Bremervörde (1909 bis 1941)

Vortrag von Dr. Klaus Volland, Vorsitzender des Gedenkstättenvereins Sandbostel
Montag, 9. November 2015, 19.00 Uhr in der „Gelben Baracke“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel, Greftstraße 3, 27446 Sandbostel.


Anlässlich des Gedenktags an die Reichspogromnacht 1938 erinnert Dr. Klaus Volland an das Schicksal des jüdischen Viehhändlers und Landwirts „Julius“ Joseph Salomon aus Bremervörde in der NS-Zeit.

Der Vortrag stellt insbesondere anhand von Dokumenten aus dem Kreisarchiv Rotenburg-Bremervörde und dem Niedersächsischen Landesarchivs – Standort Stade dar, wie der nationalsozialistische Staat die Existenz Joseph Salomons und seiner Familie systematisch untergrub und zur Aufgabe seines Viehhandelsgeschäfts in Bremervörde und seiner Landwirtschaft in Engeo zwang, so dass er schließlich, völlig verarmt, Anfang Juni 1939 in die Vereinigten Staaten auswandern musste. Der Vortrag benennt die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung, würdigt die Leistungen und Verdienste Joseph Salomons und erinnert an seinen tapferen Widerstand gegen die Ausgrenzung, Ächtung und Entrechtung durch den NS-Staat.

Der Eintritt ist frei, der Gedenkstättenverein und die Gedenkstätte Lager Sandbostel freuen sich jedoch über Spenden zur Unterstützung ihrer Arbeit.

Filmveranstaltung

In Kooperation mit dem Heimatverein Gnarrenburg e.V. und dem Gedenkstättenverein Sandbostel e.V.

Dienstag, den 20. Oktober 2015 19.00 um Uhr in der Gedenkstätte Sandbostel.

Das Tagebuch der Anne Frank („The Diary of Anne Frank“)
BBC-Verfilmung von 1987 unter der Regie von Gareth Davies Dauer: 111 Min.

Die ursprünglich vierteilige BBC-Verfilmung von Gareth Davies ist eng an das Tagebuch der 14-jährigen Jüdin Anne Frank angelehnt und zeichnet nach, wie sich Anne mit ihrer Familie und Freunden von Juli 1942 bis August 1944 vor der nationalsozialistischen Verfolgung auf dem Dachboden eines Amsterdamer Geschäftshauses versteckt. Die anfangs 13-jährige Anne Frank erlebt die Angst der Verfolgten, ihre verzweifelte Hoffnung auf das Kriegsende, ihre Schwächen und Streitigkeiten, aber auch Zähigkeit und Solidarität. Das Tagebuch, das sie in fröhlicheren Zeiten von ihrem Vater geschenkt bekommen hat, ist engste Vertraute.
Nachdem das Versteck verraten wird, werden Anne, ihre Familie und die Freunde am 4. August 1944 von der Gestapo festgenommen. Alle werden in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Da die Alliierten immer näher rückten, wird das Lager allmählich geräumt. Anne Frank wird gemeinsam mit ihrer Schwester Margot in das KZ Bergen-Belsen verlegt. Hier sterben die völlig entkräfteten Anne und Margot Frank vermutlich an Flecktyphus. Aus der Amsterdamer Gruppe überlebt nur der Vater Otto Frank.

Der Eintritt ist frei, der Heimatverein Gnarrenburg und die Gedenkstätte Lager Sandbostel würden sich aber über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit freuen.

Aufgrund des nur teilweise beheizbaren Veranstaltungsraums empfehlen wir warme Kleidung.

Veranstaltung: Szenische Lesung

Dienstag, 13. Oktober 2015 19.00 Uhr

"Lerne mit dem Herzen zu denken! Zwei kurze Leben im Widerstand"


Eine szenische Lesung mit Frauke Geyken und Johanna Kunze (Theaterinitiative Bühnensturm)

Ort: Gedenkstätte Lager Sandbostel (ehem. Lagerküche), Greftstr. 3, 27446 Sandbostel
Dauer: etwa 70 Min., im Anschluss ist eine Diskussion möglich

In der szenischen Lesung geht es um die Schicksale von Cato Bontjes van Beek und Sophie Scholl und vor allem um die Frage, was Widerstand ist und wann er beginnt? Ist Widerstand das Attentat auf den Diktator Adolf Hitler? Das Leben im Untergrund? Oder auch schon das Verteilen von Flugblättern? Die verbotene Hilfe für Unterdrückte? Vielleicht bereits das Mitwissen geheimer Pläne? Das Treffen mit anderen kritisch Denkenden? Wie kann man eigentlich „Widerstand“ definieren?

Aufgrund des nur teilweise beheizbaren Veranstaltungsraums empfehlen wir warme Kleidung


Konzert


Donnerstag. 8. Oktober 2015 19.00 Uhr

"und weil der MENSCH ein MENSCH ist"

Ein Konzert mit der Bremer Folkband

"Die Grenzgänger"

Ort: Gedenkstätte Lager Sandbostel (ehem. Lagerküche), Greftstr. 3, 27446 Sandbostel

Der Eintritt in das Konzert ist frei, wir würden uns aber über eine Spende zur Unterstützung unserer Arbeit freuen.
Aufgrund des nur teilweise beheizbaren Veranstaltungsraums empfehlen wir warme Kleidung

Die Folkband um den Liedermacher Michael Zachcial hat erneut in Archiven recherchiert und fast vergessene Lieder wiederentdeckt. Die bewegenden Lieder und Chansons des neuen Programms „und weil der MENSCH ein MENSCH ist“ haben ihren Ursprung in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern und Gefängnissen und erzählen von dem unermesslichen Leid der Inhaftierten. Von ihren Ängsten, ihren Qualen und ihren Hoffnungen. Von ihren Versuchen, solidarisch zu sein, Widerstand zu leisten. Mit dem Programm erinnern „Die Grenzgänger“ an die Courage vieler Menschen in den Lagern und an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus.

Eine Veranstaltung der
Stiftung Lager Sandbostel / Gedenkstätte Lager Sandbostel


Tag des Offenen Denkmals

Die Gedenkstätte Sandbostel ist am Tag des offenen Denkmals, den 13. September 2015 ganztägig von 9 - 18 Uhr geöffnet. Führungen finden stündlich statt. Motto des Tages ist dieses Jahr Handwerk,Technik und Industrie, der Schwerpunkt des Tage wird daher auf der Arbeit im Kriegsgefangenlager und auf den Arbeitskommandos liegen. An diesem Tag werden viele historische Gebäude besichtigt werden können, die sonst nicht offen sind. Ebenfalls richten wir ein kleines Cafe ein und informieren über die Gedenkstättenarbeit.

Bericht über die Fahrt zum Bunker Valentin vom Gedenkstättenverein Sandbostel e.V.

Am 19.07.2015 unternahm der Gedenkstättenverein eine Exkursion zum Gedenkort Bunker Valentin in Bremen Farge. Sie können hier den Bericht herunterladen...


Berichterstattung über die Gedenkveranstaltung am 22.06.2015 dem Jahrestages des Überfalls der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion auf der Kriegsgräberstätte in Sandbostel. Bericht aus der Bremervörder Zeitung...mehr

Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr 2015 der Gedenkstätte Sandbostel ...mehr

Fahrt zum Bunker Valentin - Noch Plätze frei.

Der Gedenkstättenverein Sandbostel veranstaltet am Sonntag, den 19. Juli, eine Fahrt zum ehemaligen U-Boot-Bunker „Valentin“ nach Bremen-Farge und anschließend zur Lagerstraße (u.a. Arbeitserziehungslager, KZ-Außenlager, Bahnrampe) zwischen dem Bunker und der Baracke „Wilhelmine“ in Schwanewede-Neuenkirchen Die Führungen werden von den sachkundigen Vereinsmitgliedern Henrike Illig und Heiko Kania geleitet. Die Fahrt erfolgt in privaten PKWs. Treffpunkt ist der Eingang zum Bunker Valentin in Bremen-Farge, Rekumer Siel, 11.00 Uhr. In der Mittagspause wird Kaffee angeboten, ansonsten werden die Teilnehmer gebeten, sich selbst mit Essen zu versorgen. Die Veranstaltung endet im Gedenk- und Ausstellungsort „Baracke 27“ des Vereins „Geschichtslehrpfad“ in Schwanewede-Neuenkirchen gegen 16.30 Uhr. Es sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen werden erbeten unter mail@gedenkstaettenverein-sandbostel.de.

Montag 22. Juni 2015, 17.00 Uhr, ehemaliger Lagerfriedhof (heute „Kriegsgräberstätte Sandbostel“)

Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung anlässlich des 74. Jahrestages des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion und im Gedenken an die im Stalag X B verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen

Montag 22. Juni 2015, 19.00 Uhr, ehemalige Lagerküche A in der Gedenkstätte Lager Sandbostel
Filmvorführung „Keine Kameraden“ von Beate Lehr-Metzger. Eine Veranstaltung des Gedenkstättenverein Sandbostel e.V

Vortrag von Silke Petry (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten):
Ein »notwendiges Übel«: Der Arbeitseinsatz von sowjetischen Kriegsgefangenen in Norddeutschland.

DIENSTAG 16. JUNI 2015, 19.00 Uhr
Seminarraum im Ausstellungsgebäude;

Ankündigungsflyer... hier

Abbildung: Ein sowjetisches Arbeitskommando auf einem Hof in Otterndorf.
Foto: Albert Oe., nicht datiert. Gedenkstätte Lager Sandbostel

 Filmveranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel e.V.

Film: 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß
Am 21. Mai 2015 um 19 Uhr

In der ehemaligen Lagerküche der Gedenkstätte Sandbostel.
Dokumentarfilm von Malte Ludin 85 Min.
Der Filmemacher Malte Ludin wird anwesend sein und beantwortet nach dem Film noch Fragen, Kommentare und Anmerkungen.

Informationsflyer

Pressearteikel über die Filmveranstaltung in der Zevener Zeitung

Pressemeldungen zur 70. Befreiungsfeier in der Gedenkstätte Sandbostel

Bremervörder Zeitung:

Ein Zeuge berichtet
Wünsche zum 70. Jahrestag
Wunsch nach Versöhnung

Neuerscheinung:


Der Ausstellungskatalog der
Gedenkstätte Lager Sandbostel
ist seit dem 29.04.2015
in der Gedenkstätte erhältlich



Verlagsinformation


Nachruf auf Dimitry Lomonosow:


Am 13. März 2015 ist Dmitry Borissowitsch Lomonossow im Alter von neunzig Jahren in Moskau gestorben. Mit ihm verliert die Gedenkstätte Lager Sandbostel eine beeindruckende, charakterstarke Persönlichkeit. Dmitry Lomonossow hat wichtige Beiträge zur Erinnerung an das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen geleistet und sich noch im hohen Alter leidenschaftlich für Versöhnung und Frieden zwischen dem russischen und dem deutschen Volk ausgesprochen. ....weiterlesen hier




70. Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenen und KZ-Auffanglagers Sandbostel am 29.04.2015

Einladung zur Gedenkfeier
Begleitprogramm

Veranstaltungsprogramm für das erste Halbjahr 2015 der Gedenkstätte Sandbostel ...mehr

Jahreshauptversammlung des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V.- am 19.03.2015 im Grünen Jäger in Sandbostel um 19:30
Einladung
Protokoll der Jahreshauptversammlung von 2014
Zeitungsartikel zur Jahreshauptversammlung

03.02.2015: Vortrag: »Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkriegs im ehemaligen Regierungsbezirk Stade«

Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen
im ersten Weltkrieg
(vermutlich Forstort Anfang).
Foto: unbekannt, undatiert.
Privatbesitz V. Kullik


Der Historiker Alexander Krauseum wird über die Kriegsgefangenenlager des ersten Weltkriegs in der Region referieren.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Spende wird gebeten.

Dienstag, 03.02.2015,

Gedenkstätte Sandbostel

Seminarraum in der Gelben Baracke

Beginn 19.00 Uhr


Konzert am 22.01.2015 in der Gedenkstätte Sandbostel mit der Musikgruppe "Die Grenzgänger."

Mit ihrem Programm "Maikäfer flieg" präsentieren die Musiker verschollene Lieder aus dem ersten Weltkrieg.

Die Veranstaltung findet in der ehemaligen Lagerküche der Gedenkstätte Sandbostel Statt, warme Kleidung ist hier von Vorteil.

Der Eintritt ist frei um eine Spende wird gebeten.

Donnerstag, den 22. Januar 2015 um 19 Uhr

Für mehr Informationen über die Musik und zu Kriegsgefangenen in der Region finden Sie ...hier

Rundbrief für das Jahr 2014 der Gedenkstätte Sandbostel veröffentlicht ....mehr


Filmveranstaltung: "Keine Kameraden"
Sowjetische Kriegsgefangene
auf dem Weg ins Lager Sandbostel Herbst 1941
ein Dokumentarfilm von Beate Lehr Metzger

Erstmals wird "Das Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener im Winter 1941/42" in einer Dokumentation aufgearbeitet.
Allein von den 3,5 Millionen sowjetischen Gefangenen aus dem Jahre 1941 waren bis zum Frühjahr 2 Millionen gestorben: Erschossen, verhungert, erfroren, Opfer der NS Vernichtungs-maschinerie, die im Sommer 1941 über die Sowjetunion hereinfiel.
Dieses Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen ist neben dem Völkermord an den europäischen Juden eines der furchtbarsten Kapitel des zweiten Weltkrieges und bis heute weitgehend tabuisiert.

Ort: Gedenkstätte Sandbostel
Zeit: Am 07. Oktober 2014 um 19 Uhr

Eine Veranstaltung des Gedenkstättenvereins Sandbostel in Kooperation mit der Stiftung Lager Sandbostel

Presseankündigung

Weitergehende Informationen zu dem Film finden Sie ...hier und ...hier

Bericht von der Filmveranstaltung

"Russenlager" und Zwangsarbeit

Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener

Eine Ausstellung von KONTAKTE-KOHTAKTbl e.V. Berlin
mit Portraitfotos von Lars Nickel

Zeit: 18. September bis 30. Oktober 2014

Ort: Im Haus der Wissenschaft Bremen, Sandstraße

Offen: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr


Programmflyer...

Hintergrundinformationen zur Filmveranstaltung "Keine Kameraden", Vortrag von Klaus Volland:


Sowjetische Kriegsgefangene im Kriegsgefangenenlager Sandbostel

"Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg. Über ein vergessenes Kapitel der Geschichte"
Ausstellung und Begleitprogramm in Bremen
Ort: Untere Rathaushalle
Zeit: 1. - 23.09.2014, täglich von 11 - 19 Uhr
Eintritt frei
Für mehr Informationen Klicken sie bitte ...hier
Die Webseite des Projektkes finden sie ...hier



Bild: Afrikanische Kolonialsoldaten in Deutscher Kriegsgefangenschaft

Tag des offenen Denkmals in der Gedenkstätte Sandbostel


Auch in diesem Jahr nahm die Gedenkstätte Sandbostel am Tag des offenen Denkmals teil. Das Thema war Farbe. In der Gedenkstätte wurden Führungen zur Lagergeschichte und Baugeschichte angeboteneben.


Mehr zum Thema entnehmen Sie bitte dem Programmflyer






Presseartikel zur Befreiungsfeier 2014 der Gedenkstätte Sandbostel


Bremervörder Zeitung vom 30.04.2014
Bremervörder Zeitung vom 2.05.2014
Bremervörder Zeitung vom 2.05.2014






Veranstaltungsankündigung: Podiumsdiskussion zur Anerkennung ehem. sowjet. Kriegsgefangener als NS-Opfer.
Donnerstag 15. Mai 2014 um 18 Uhr
im EuropaPunkt im Haus der Bürgerschaft Bremen. (Eingang von der Domseite)

Thema der Diskussion ist die immer noch nicht erfolgte offizielle Entschädigung der sowjetischen Kriegsgefangenen, die unter dem nationalsozialistischen Regime Zwangsarbeit leisten mussten. Dieser Opferkreis wurde mit dem Argument, Kriegsgefangenschaft stelle keine Entschädigungsgrundlage dar, nicht berücksichtigt.

Es diskutieren:
Elisabeth Motschmann (CDU)
Carsten Sieling (SPD)
Marieluise Beck (Bündnis 90/Die Grünen)
Herbert Behrens (Die Linke)
Eberhard Radczuweit (KONTAKTE-KONTAKTbI e.V., Berlin)
Moderation: Susanne Brahms (Radio Bremen)

Veranstalter der Ausstellung und der Podiumsdiskussion sind der Verein KONTAKTE-KONTAKTbI sowie dessen Bremer Freundeskreis. mehr...
siehe auch...

Die Jahreshauptversammlung des Dokumentations- und Gedenkstättenvereins 2014

Die Jahreshauptversammlung fand am 20. März 2014 in der Gaststätte zum "Grünen Jäger" in Sandbostel statt.
Der Vorstand wurde wiedergewählt:

Vorsitzender: Klaus Volland
Stellvertretende Vorsitzende: Werner Borgsen, Ronald Sperling Beisitzer: Werner Zeitler, Detlef Cordes
Kassenwart: Peter Mathiesen

Zeitungsbericht von der JHV in Sandbostel am 20.03.2014


Einladungsschreiben

Nachruf für Fritz Tiemann

Unser langjähriges Vereinsmitglied Fritz Tiemann ist am 31. Januar 2014 im Alter von 65 Jahren gestorben. Fritz stammte aus Stade, wo er auch seinen Lebensmittelpunkt behielt. Er war Pädagoge mit dem fachlichen Schwerpunkt Wirtschaft und unterrichtete u.a. im Christlichen Jugenddorf in Bremervörde und am Schulzentrum am Auetal in Ahlerstedt. Viele Jahre jedoch wurde er wegen seiner damaligen Mitgliedschaft in der DKP und einer Flugblattaktion gegen die Nachrüstungspläne der NATO mit dem schweren Schicksal des Berufsverbots belegt.

Bereits in den 70er Jahren war Fritz an Gedenkveranstaltungen der VVN beteiligt, die vor dem Hochkreuz auf dem Lagerfriedhof in Sandbostel stattfanden. Fritz Tiemann war es auch, der zu einem Treffen verschiedener politischer Gruppen und Fachhistoriker einlud, die ein Organisationskomitee bildeten, das 35 Jahre nach Kriegsende die erste große Kundgebung zur Erinnerung an die Geschehnisse im Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Stalag X B Sandbostel durchführte. Sie fand am 3. Mai 1980 in Bremervörde und Sandbostel (sowohl auf dem Friedhof als auch auf dem historischen Lagergelände) statt, und auf ihr wurde erstmals öffentlich die Forderung nach der Errichtung einer Gedenkstätte im ehemaligen Stalag X B erhoben. Fritz Tiemann war wesentlich an der Arbeit des Anfang der 80er Jahre tätigen Vereins für Geschichte zwischen Elbe und Weser beteiligt, dem Vorläufer des 1992 gegründeten Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel.

Fritz blieb zeit seines Lebens ein politisch wacher und verantwortungsbewusst handelnder Mensch, der für die Erhaltung der Existenzmöglichkeiten auf dieser Erde und für Gerechtigkeit und solidarische Zusammenarbeit eintrat. Er lebte seinen Schülern den Genossenschaftsgedanken vor und pflanzte mit ihnen auf einer Streuobstwiese Birnbäume alter Sorten. Im Mai 2012 schrieb er: "In meinen Augen verbessert Wachstum das Leben nicht mehr, sondern verschlechtert es. Verbessern würde sich das Leben durch eine Teilung von Arbeit und Wohlstand statt Wachstum."
Fritz Tiemann war ein liebevoller Ehemann und Vater. Und er war ein bewegungs- und reisefreudiger Mensch, der das Glück zu schätzen wusste, ein flottes Fahrrad und gute Wanderstiefel zu besitzen. In seinen letzten Lebensjahren litt er an der unheilbaren Krankheit ALS, einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, die ihn in den Rollstuhl zwang.
Auf seiner Trauerfeier in Stade sangen die zahlreichen Gäste gemeinsam das Lied "We shall overcome".
Dr. Klaus Volland
Vorsitzender des Vereins
Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel

Klaus Volland und Werner Borgsen erhalten das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagment um die Gedenkstätte Sandbostel

In einer feierlichen Zeremonie im Bachmann Museum in Bremervörde bekamen der Vorsitzende des Dokumentations- und Gedenkstättenvereins Dr. Klaus Volland und der stellvertretende Vorsitzende Werner Borgsen am Samstag den 1. März 2014 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Gewürdigt wurde ihr langjähriges Engagement um die Gedenkstätte Sandbostel. Seit über 35 Jahren setzen sie sich für die Erinnerung und Aufarbeitung des ehemaligen Kriegsgefangenen und KZ-Auffanglagers ein. Gemeinsam verfassten sie das Grundlagenwerk Stalag X B Sandbostel über die Geschichte des Lagers und später waren sie Gründungsmitglieder des Dokumentations- und Gedenkstättenvereins Lager Sandbostel. Ihr Einsatz für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Geschichte in der Region traf immer wieder auf vielfältige Widerstände, bis hin zu Diffamierungen. Es fanden sich aber auch Mitstreiter die sich für die Errichtung einer Gedenkstätte am historischen Ort einsetzten. Insbesondere die Begegnungen mit den Überlebenden motivierten sie beim Kampf um die Gedenkstätte nicht aufzugeben. Auch wenn das Ziel einer Gedenkstätte am historischen Ort erreicht ist so bleibt auch heute noch viel zu tun um die Gedenkstätte voranzubringen und es ist schön, dass Klaus Volland und Werner Borgsen die Gedenkstätte mit Rat und Tat unterstützen.

Presseartikel: Bremervörder Zeitung vom 3. März 2014

Dr. Hans Engel gestorben

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass unser langjähriger Wegbegleiter und guter Freund Hans Engel am 23. Oktober im Alter von 97 Jahren in London gestorben ist.

Hans Engel hat sich 1945 nach der Befreiung des Lagers Sandbostel als britischer Militärarzt große Verdienste bei den Bemühungen um die Rettung von Tausenden kranken KZ-Häftlingen erworben.

In zahlreichen Ansprachen, Zeiteugenaussagen und Publikationen hat er später seine erschütternden Erlebnisse in Sandbostel eindrucksvoll dargestellt.

Über viele Jahre hat Hans Engel beharrlich den Aufbau einer Gedenkstätte am historischen Ort des Lagers Sandbostel gefordert und ihn auf vielfältige Weise gefördert.
Anlässlich seines 90. Geburtstags wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft des Gedenkstättenvereins Sandbostel verliehen.

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Oratorium zur Pogromnacht

Michael Tippett, das Oratorium „A Child of our Time“

Aufgeführt von der Zevener Kantorei
und der Hamburger Camerata

Sonntag, 10. November, um 20 Uhr in Zevens St. Viti-Kirche


Bild: Verbrennung des Synagogenmobiliars am 10.11.1938 auf dem zevener Marktplatz

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Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, den 8. September 2013Tag des offenen Denkmals, Flyer 2013

Unter dem Motto: "Jenseits des Guten und Schönen: Unbepueme Denkmale?" beteiligte sich die Gedenkstätte Sandbostel auch in diesem Jahr am Tag des offen Denkmals. Das Programm für diesen Tag kann hier eingesehen werden.

Zur Presseberichterstattung über den Tag geht es hier...

Pressestimmen zur Gedenkfeier 68. Jahrestag der Befreiung am 29.04.2013 und
Eröffnung der neuen Dauerausstellung in der Gedenkstätte Lager Sandboste
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taz
Beitrag NDR
Weserkurier
Jungle World
Buten und Binnen
Beitrag Nordwesradio
Presseartikel Zevener Zeitung
Pressestimmen auf der Oste Seite
Pressemitteilung Kulturstaatsminister Neumann

Programm der Veranstaltung und Lageplan hier

Jahreshaupfversammlung des Vereins Dokumentations- und Gedenkstätte Sandbostel e.V.

Artikel
über die Jahreshauptversammlung vom 17.03.2013

FILM: „REISEN INS LEBEN. EINE KINDHEIT IN AUSCHWITZ“
VON THOMAS MITSCHERLICH


Zeit: Sonntag, 27. Januar (Holocaust-Gedenktag), 11.00 Uhr
Einlass: 10.00 Uhr
Eintritt: Spende
Ort: Cultimo im Kuhstedtermoor

Eine Veranstaltung des Cultimo
in Zusammenarbeit mit dem Gedenkstättenverein Sandbostel
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PRESSEBERICHT: MEHR

Ausstellungseröffnung: Von Deutsch-Eylau nach Zeven und nach Ilawa zurück das Mobiliar der Deutsch-Eylauer Synagoge ...mehr

Mehr Schein als Sein?

Kulturelles und religiöses Leben im Kriegsgefangenenlager Sandbostel
Vortrag von Dörthe Engels
Ort: In der Gedenkstätte Lager Sandbostel
Zeit: 11.12.2012, 19.00 Uhr
Ankündigungstext

»Die Abend- und Nachtstunden auf Posten sind mir ein besonderes Geschenk…«
Die Wachmannschaften im Kriegsgefangenenlager Sandbostel
Vortrag von Andreas Ehresmann (Projektleiter) in der Gedenkstätte Lager Sandbostel
Zeit: 13.11.2012, 19.00 Uhr

Buchpremiere: Dietrich Alsdorf stellt sein neues Buch "Ufergeflüster - Geschichten entlang der Oste" vor.

In Zusammenarbeit mit der AG Osteland findet die Buchpremiere am Sonntag, 21. Oktober, 15 Uhr, in der ehemaligen Lagerküche der Gedenkstätte Lager Sandbostel statt (Unkostenbeitrag: 2 Euro, Anmeldung erbeten über osteland@gmx.de). Eine Geschichte des Buches spielt auch im ehemaligen Kriegsgefangenenlager in Sandbostel. Für weitere Informationen

Vortrag: Vom Verbündeten zum "Veräter" - Italienische Kriegsgefangene im Stalag X B Sandbostel

Dr. Jens Binner stellt in einem Vortrag am 09.10.2012 Bilddokumente, Biografien, Zeitzeugenaussagen und seine Forschungsergebnisse zu der Gruppe der italienischen Militärinternierten vor. mehr...